20.02.2008
Dass nun gerade mit den sozialdemokratischen Oberbürgermeistern ausgerechnet die Gruppe, die den RVR geschwächt hat und ihm aufgrund von personalpolitischen und inhaltliches Entscheidungen jeder Effizienz beraubt hat, den Regionalverband kritisiert und auflösen will, ist schon paradox und bitter zugleich.
“Die politische Bedeutung des Regionalverbandes wurde auf die Wirkung einer Bezirksvertretung degradiert“, so Thomas Nückel, der Vorsitzende der FDP-Fraktion beim RVR. Das sei die Bilanz von Gerhard Langemeyer als RVR-Vorstandsvorsitzenden, dessen Amtszeit vor vier Monaten abgelaufen ist. Und er hinterließ ein politisches Trümmerfeld.
Besonders die Inthronisierung einer äußerst schwachen Verwaltungsführung um den ideenlosen und inhaltlich schwankenden Regionaldirektor Klink durch den Vorstandsvorsitzenden Langemeyer habe den Regionalverband in seiner Entwicklung und auch seiner Außendarstellung deutlich zurückgeworfen. „Dass nun gerade die Vorstandsmitglieder die Schwäche und Behäbigkeit des RVR beklagen, die sie selbst zu verantworten haben, sei eine Unverschämtheit“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Nückel.
„Der nun vorgeschlagene Städtebund sei allenfalls ein Konstrukt, welches für „Kirchturmdenken und Behäbigkeit der OBs“ stehen würde, so Nückel. Und das ohne parlamentarische Kontrolle.
Außerdem habe das von Langemeyer veranstaltete Gezerre höchstwahrscheinlich System. Es bestehe die große Gefahr, dass Langemeyer sich über diesen Umweg die Unternehmen des RVR (z.B. AGR) einverleiben will, um einerseits seinen lang gehegten Traum vom einem Dortmunder Kommunalkonzern zu verwirklichen und so andererseits auch seine großen Probleme vor Ort zu lösen – auf Kosten der Bürger der Metropole Ruhr.
Die Liberalen sehen die dringende Notwendigkeit einer Reform des RVR. Die Metropole Ruhr brauche auf jeden Fall ein direkt gewähltes Parlament.