05.03.2009
Die FDP setzt sich seit Jahrzehnten für die Stärkung des Ruhrgebiets als einheitliche Region ein. Das Ruhrgebiet ist eine Region mit großen Potentialen, das sich durch Wirtschaftskraft, Innovation, kulturelle Vielfalt auszeichnet. Um den Menschen unserer Region gerecht zu werden, hält es die FDP für unbedingt notwendig, das Ruhrgebiet zu einer echten Metropole wachsen zu lassen.
Oft wird in Sonntagsreden die Metropole Ruhr beschworen. Die ist zur Zeit leider mehr Wunschdenken als Wirklichkeit. Denn eine echte Metropole funktioniert anders. Die Städte und Kreise des Ruhrgebiets misstrauen einander, und der Regionalverband Ruhr (RVR) hat sich unter der rot-grünen Mehrheit zu einem Papiertiger entwickelt, der nicht einmal im Ansatz in der Lage ist, die regionale Sichtweise offensiv zu formulieren und zu vertreten. Die ihm gegebenen Möglichkeiten werden von der rot-grünen RVR-Spitze nicht genutzt. Sie hat die Gestaltungsmöglichkeiten, die sie in diesem Jahr bekommen werden, noch nicht einmal eingefordert.
Der RVR ist nicht das Sprachrohr der Region, keine Ideenschmiede und kein Ort der Entscheidungen, sondern ein Endlager für abgehalfterte rote und grüne Politiker und Verwaltungsleute.
Ein Politikwechsel im Regionalverband Ruhr ist dringend notwendig, um ihn zu einem wirksamen Interessenvertreter der Menschen im Ruhrgebiet zu machen.
Das Ruhrgebiet ist eine Region mit großen Potentialen, aber eben auch reich an Grenzen: zwischen Städten und Kreisen, zwischen Landschaftsverbänden und Regierungsbezirken, zwischen Handels- und Handwerkskammern, zwischen Landesoberbehörden, Verkehrsgesellschaften und Verbünden. Einheit entsteht nur im gemeinsamen Wehklagen. Und wenn es darum geht, Geld von außen einzufordern – zum Schaden des Ansehens der Region.
Viel zu lange haben Kirchturmdenken und Provinzialismus die Region in ihrer Entwicklung gebremst. Die FDP erwartet von den Verantwortlichen in den Städten, Teamgeist zu beweisen und sich gemeinsam als starke Region zu profilieren, nicht zuletzt auch, um international überhaupt wahrgenommen zu werden.
Ein gleichberechtigtes Nebeneinander und die Fähigkeit, regionale Entwicklungsstrategien anzustoßen, wären die Aufgaben des RVR. Der Regionalverband der Metropole Ruhr hätte die Möglichkeit, den Mitgliedern national wie international zur Wahrnehmung zu verhelfen.
Die Route der Industriekultur und der Emscher Landschaftspark sind Beispiele, die der Metropole ein unverwechselbares Gesicht verleihen.