21.09.2010
Unwürdiges Spiel um RVR-Spitze:„Ein bisheriger Frühstücksdirektor auf Gewerkschaftsticket auf der Suche nach Beschäftigung wird mal eben untergebracht“, diesen Eindruck erweckt das Verfahren zur Bestimmung eines neuen RVR-Regionaldirektors“, so der FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Nückel. Der von der rotgrünen Mehrheit erwählte Kandidat verfüge über keine regionalpolitischen Erfahrungen oder gar Programmansätze, kritisiert die FDP weiter. Nückel: „Die Motivation zur Auswahl dieses Kandidaten kann keine inhaltliche gewesen sein.“
Fast noch katastrophaler gestaltet sich, nach Beobachtung der FDP, das Auswahlverfahren für die Besetzung des Postens des neuen Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WMR. Ohne jedes Gespür für ein faires und transparentes Verfahren setzt die Mehrheit hier einen Kandidaten vor der eigentlichen Bewerbungsrunde durch. Das Verfahren schädigt das Image des Verbandes und seiner Tochter WMR sowie auch das des Kandidaten.
Die Tatsache, dass man sich noch vor der ersten Vorstellungsrunde der Bewerber, die am 22. September 2010 im Aufsichtsrat erfolgen soll, verfestigt für Außenstehende den Eindruck, dass Kompetenz bei der Besetzung keine Rolle, das Parteibuch hingegen die alles bestimmende Rolle spielt.
Gerade bei der Besetzung einer Geschäftsführerstelle einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft muss auch ohne den Gesichtspunkt Parteizugehörigkeit möglich sein. „Die Mitglieder im Aufsichtsrat sowie die Bewerber für die ausgeschriebene Stelle sind Opfer einer Farce geworden“, so Nückel.
Die Grünen, die ansonsten immer großmundig faire und transparente Bewerbungsverfahren fordern, machen hier eine für sie profitable Paketlösung mit. Schließlich habe sich in den Medien der Vorsitzende der grünen Fraktion Martin Tönnes bereits als neuer Planungsdezernent vorab inthronisiert, noch bevor ein Bewerbungsverfahren nebst Ausschreibung gestartet werden konnte. SPD und Grüne kehren so zu Selbstbedienungsmentalität alter Tage zurück.
Die Glaubwürdigkeit von Stellenausschreibungen im öffentlichen Bereich insbesondere beim RVR, wird so nach Ansicht der FDP nachhaltig zerstört.